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Die Rheinbraut

Chris- G tinchen D7 ging in G Garten,
Drei G Rosen D7 zu er- G warten,
Ein G Zeichen sah C sie am G Himmel wohl steh’n,
dass D sie im D7 Rhein sollt’ G untergehn.

 

1. Christinchen ging in Garten,
Christinchen ging in Garten,
Ein Zeichen sah sie am Himmel wohl steh’n,
dass sie im Rhein sollt’ untergehn.

2. Sie ging zu ihrem Vater:
Guten Tag, herzliebster Vater!
Könnte dies, könnte das wohl möglich sein,
dass ich ein Jahr könnte bei dir sein?

3. Mein Kind, das kann nicht gehen,
deine Heirat muss geschehen,
mein Kind, das bild dir nur nicht ein,
denn du musst fahren über den Rhein!

4. Sie ging zu ihrer Mutter:
Guten Tag, herzliebste Mutter!
Könnte dies, könnte das wohl möglich sein,
dass ich ein Jahr könnte bei dir sein?

5. Mein Kind, das kann nicht gehen,
deine Heirat muss geschehen,
mein Kind, das bild dir nur nicht ein,
denn du musst fahren über den Rhein!

6. Sie ging in ihre Kammer,
beweinte ihren Jammer.
Beweint aus ihres Herzens Grund,
dass sie mit dem König wohl fahren muss.

7. Der König kam gefahren
mit vierundvierzig Wagen.
Der eine war mit Gold beschlag’n,
darin sollt Christinchen fahr’n.

8. Christinchen stieg in die Kutsche,
ihre Kleider, die waren verrutschet,
ihre Augen, die waren wie Blut so rot:
Ach Gott, ach Gott, jetzt kommt der Tod!

9. Sie fuhren wohl über die Brücke,
drei Bretter schoben zurücke;
und als sie waren in der Mitte vom Rhein,
die rutsch, die ratsch, Christinchen rein.

10. Der König zog aus der Taschen
ein Tuch, schneeweiß gewaschen,
ein Messer, das war wie Blut so rot,
damit stach sich der König wohl tot.

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